Axel Knauff führt den Ortsverein

Ortsverein

Der Vorstand des SPD-Ortsvereins

Münnerstadt. Der SPD-Ortsverein Münnerstadt hat einen neuen Vorsitzenden: Axel Knauff tritt an Stelle von Willi Michel, der nach zweijähriger Amtszeit aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte und stellvertretender Vorsitzender wurde. Die Bilanz, die Michel über seine Amtszeit ziehen konnte, war nach Meinung der Teilnehmer an der Hauptversammlung im Deutschherrnkeller recht positiv.

Bild: Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Münnerstadt (von links nach rechts): Schriftführer Dieter Britz, der stellvertretende Vorsitzende Willi Michel, Kassier Thorsten Rathjen, die Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Sabine Dittmar, der Ortsvereinsvorsitzende Axel Knauff, Beisitzerin Gabriele Seifried, die stellvertretende Vorsitzende Britta Bildhauer, Beisitzer Eugen Schmitt und die Beisitzerinnen Christine Müller und Brigitte Bullinger.

Willi Michel konnte zur Hauptversammlung knapp die Hälfte der 30 Mitglieder des SPD-Ortsvereins begrüßen, außerdem die SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach). Die Mitgliederzahl hat durch den Tod von Helmuth Wohlfromm um eine Person abgenommen. In seinem Rechenschaftsbericht konnte er auf mehrere größere öffentliche Veranstaltungen hinweisen, so auf die Ehrung mehrerer Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit, den Neujahrsempfang im Januar 2010 und zuletzt die Feier „20 Jahre Wiedervereinigung“ zusammen mit den Ortsvereinen Schleusingen (Thüringen) und Plettenberg (Nordrhein-Westfalen). Michel musste aber auch berichten, dass in seine Amtszeit die Schließung des seit 29 Jahren bestehenden SPD-Büros fiel, denn der Raum wurde vom Vermieter für andere Zwecke genötigt. Anschließend gab Thorsten Rathjen den Kassenbericht. Die Finanzen des Ortsvereins sind in Ordnung.

Hartmut Hessel, der die Versammlung leitete, hatte auch als Wahlleiter eine leichte Aufgabe. Zum neuen Vorsitzender wurde einstimmig in geheimer Wahl Axel Knauff gewählt. Stellvertretende Vorsitzende wurden Britta Bildhauer, die diese Amt schon bisher bekleidete und Willi Michel. Kassier bleibt Thorsten Rathjen, Schriftführer Dieter Britz. Beisitzer wurden Brigitte Bullinger (die auch die ASF-Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen vertritt), Christine Müller, Gabriele Seifried und Eugen Schmitt (auch für die Arbeitsgemeinschaft 60plus). Die Kasse prüfen wie bisher Klaus-Dieter Guhling und Peter Will. Delegierte für den Unterbezirksparteitag sind Britta Bildhauer und Hartmut Hessel, Stellvertreter Brigitte Bullinger und Willi Michel.

Die SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar ging auf einige aktuelle Themen ihrer Arbeit im Landtag ein. Im Vordergrund stand dabei die Landesbank-Affäre. SPD, Grünen und Freien Wählern gehe es aktuell darum, die Verjährung von Schadensersatz-Ansprüchen gegenüber früheren Verwaltungsrats-Mitgliedern zu verhindern. Die FDP habe zu beginn „Aufklärung pur“ versprochen und gefordert, „doch das nehme ich denen nicht mehr ab“. Zur laufenden Debatte über die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke berichtete sie, dass sich viele Gemeinden und Stadtwerke sich jetzt wegen der damit verbundenen Wettbewerbsverzerrung wehrten und klagen wollten. Die SPD-Landtagsfraktion hat beantragt, Gemeinschaftsschulen von Klasse eins bis zehn als Alternative zum jetzigen Schulsystem zuzulassen, berichtete sie weiter. In der Diskussion erläuterte sie auf eine Frage von Gabriele Seifried, dass sie zum Thema Hallenbad und Schwimmunterricht der Schulen eine Anfrage ans Bildungsministerium gestellt, aber noch keine Antwort bekommen hat. „Hammelburg wird in Sachen Hallenbad hoch gefördert vom Land, in Münnerstadt läuft gar nichts“ kritisierte Peter Will. „Bei Remog sollen Arbeitsplätze abgebaut werden, der Aufschwung, von dem alle reden, kommt in unserer Gegend einfach nicht an“ meinte Britta Bildhauer. Willi Michel schließlich kritisierte den „Kahlschlag der Gastronomie auf dem Marktplatz“, denn „wo nichts mehr geht, geht auch keiner mehr hin“.

Zur Person

Axel Knauff, der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Münnerstadt, ist 49 Jahre alt und stammt ursprünglich aus Dortmund. Er lebt seit 25 Jahren in Münnerstadt und arbeitet seit 20 Jahren als Ingenieur bei Siemens in Bad Neustadt an der Saale. Er ist Mitglied des Betriebsrates. Dem SPD-Ortsverein Münnerstadt gehört er seit Anfang 2010 an, hat aber schon bei der letzten Stadtratswahl auf der Liste der SPD kandidiert.