Wolfgang Thierse in Mürscht!

Bundespolitik

Wolfgang Thierse mit Willi Michel vor der SPD-Geschäftsstelle.

Ganz privat war Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Bundestags und Mitglied im SPD-Bundesvorstand, in Münnerstadt. Ortsvereinsvorsitzender Willi Michel entdeckte ihn bei seinem Rundgang durch die Stadt und begleitete ihn ein Stück.

„Welch ein Charakterkopf“ entfuhr es begeistert dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages und Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken , Wofgang Thierse (SPD) im Angesicht des Hl. Kilian aus dem Magdalenen-Altar Tilman Riemenschneiders in der Stadtpfarrkirche. Der Kunstliebhaber, Germanist und Kulturwissenschaftler Wolfgang Thierse weilte mit seiner Ehefrau für einen privaten Abstecher einige Stunden in Münnerstadt. Begleitet wurden die beiden auf ihrem Stadtrundgang von Willi Michel, dem Ortsvereinsvorsitzenden der SPD und Vorsitzendem des Altstadtvereins. Beeindruckt waren Thierse und seine Frau, einer Kunsthistorikerin, von dem kulturellen und städtebaulichen Reichtum des Lauerstädtchens.

Thierse besuchte zuvor das Grab seiner Eltern im südthüringischen Eisfeld, wo der 1943 in Breslau geborene Sohn eines Rechtsanwaltes nach der Vertreibung der Familie aufwuchs. Dort besuchte er auch die Oberschule. Thierse legt Wert auf die Feststellung, dass das nahe der ehemaligen DDR- Grenze gelegene Eisfeld kulturhistorisch eigentlich zu Unterfranken gehörte, zumindest zur Zeit Riemenschneiders. „Durch die innerdeutsche Grenze waren wir von unserem kulturellen Hinterland abgeschnitten“, sagte Thierse, „die Einheimischen haben in „Aasfald“ (Eisfeld) auch eindeutig unterfränkisch gesprochen. Heute genießen es meine Frau und ich, die kunst- und kulturhistorischen Orte kennenzulernen, von denen wir damals abgeschnitten waren.“

Zum Abschied versprachen Thierse und seine Frau: „Wir werden wohl nicht zum letzten Mal in Münnerstadt gewesen sein.“