Wenig Parteipolitik

Lokalpolitik

Münnerstadt - „Wir sind auf das Ergebnis von 1972 zurück gefallen. Es muss schon jetzt unser Ziel sein, wieder stärker zu werden“ - Hartmut Hessel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münnerstadt, zeigte sich in der ersten Mitgliederversammlung nach der Kommunalwahl nicht zufrieden mit dem erreichten Ergebnis. Bekanntlich hat die SPD ein Stadtratsmandat verloren und ab 1. Mai nur noch zwei Sitze im Stadtparlament. In seiner Wahlanalyse nannte er Gründe für das schlechte Abschneiden seiner Partei: Die SPD hatte nur 13 Kandidaten für den Stadtrat und keinen Bürgermeisterkandidaten. Dies habe zum Verlust des dritten Sitzes im Stadtrat geführt. Die CDU hat, so Hessel, nun im Stadtrat de facto die absolute Mehrheit. Doch die Parteipolitik spiele in dem Gremium keine sehr große Rolle, in erster Linie gehe es um Sachentscheidungen. Forum Aktiv hat, so Hartmut Hessel, sein Wahlziel, den fünften Sitz, ebenfalls nicht erreicht. Die Situation der BGM sei bedenklich, „ihre große Zeit in Münnerstadt ist vorbei“. Hessel hofft, dass die Geschäftsordnung des Stadtrates so geändert wird, dass die beiden SPD-Mitglieder (Britta Bildhauer und Peter Will) eine Fraktion bilden können. Bildhauer möchte Seniorenreferentin werden, alternativ Jugendreferentin. Gabriele Seifried ist bereit, Wermerichshausen das Amt der Ortssprecherin zu übernehmen.

Hessel bedauerte sehr, dass die Münnerstädter SPD im neuen Kreistag nicht mehr verteten ist. Bisher war sie dort mit drei Köpfen (Christine Müller, Gerd Müller, Hartmut Hessel) präsent.

Im Sommer will der Ortsverein sein 100jähriges Bestehen feiern. Der genaue Termin und Programmablauf steht allerdings noch nicht fest. Außerdem werden in nächster Zeit mehrere offene Mitgliedertreffen stattfinden, um die kommunalpolitische Arbeit fortzuführen. Daneben wird der Landtagswahlkampf die Mitglieder beaschäftigen.