Veranstaltungen Zusammen 97 Jahre im Ortsverein

Münnerstadt. Zusammen haben sie 97 Jahre ihrer Partei die Treue gehalten. Vier Mitglieder des SPD-Ortsvereins Münnerstadt wurden bei einem Treffen in der Wirtschaft Mangold für 20 oder 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Die SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach) überreichte ihnen die verdienten Ehrenurkunden und Nadeln.

Veröffentlicht am 29.05.2009

 

Ortsverein Florian Pronold: "Macht weiter so!"

Als spätabends alles vorüber war, fiel Hartmut Hessel und seiner Mannschaft ein Stein vom Herzen: das Wetter hatte doch noch mitgespielt, das Fest zum 100-jährigen Bestehen des SPD-Ortsvereins Münnerstadt, zu dem zahlreiche Gäste in den Innenhof des Deutschordensschlosses gekommen waren, war ein voller Erfolg. Höhepunkt war die Rede des stellvertretenden bayerischen SPD-Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Florian Pronold aus Deggendorf. Er dankte den Genossen in Münnerstadt für ihr Engagement: „Ohne Euch wäre es kälter, macht weiter so“.

Veröffentlicht am 24.07.2008

 

Das Mitgliedsbuch von Fritz Wohlfromm Ortsverein Politische Kraft im Dienst der Demokratie

Auf eine über 100jährige Geschichte kann die SPD in Münnerstadt zurück blicken. Das genaue Gründungsdatum des Ortsvereins lässt sich heute nicht mehr feststellen. Nach 1933 wurden die Akten und Unterlagen vermutlich vernichtet, und auch für die erste Zeit nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es kaum Dokumente. Dass es im Jahr 1906 einen SPD-Ortsverein gab, belegt das Parteibuch des 1888 geborenen Dachdeckers Fritz Wohlfromm aus dem Jahr 1945. Es enthält den Eintrag, dass er bereits ab 1906 der SPD angehörte. Sein Sohn Helmuth Wohlfromm (80) hat das Parteibuch aufgehoben. Klaus-Dieter Guhling verfasste eine Chronik, die 1996 in zwei Ausgaben des „Mürschter Kurier“, dem Informationsblatt des Ortsvereins abgedruckt war. Diese Chronik können Sie hier unverändert nachlesen:

Veröffentlicht am 14.07.2008

 

Lokalpolitik Wenig Parteipolitik

Münnerstadt - „Wir sind auf das Ergebnis von 1972 zurück gefallen. Es muss schon jetzt unser Ziel sein, wieder stärker zu werden“ - Hartmut Hessel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münnerstadt, zeigte sich in der ersten Mitgliederversammlung nach der Kommunalwahl nicht zufrieden mit dem erreichten Ergebnis. Bekanntlich hat die SPD ein Stadtratsmandat verloren und ab 1. Mai nur noch zwei Sitze im Stadtparlament. In seiner Wahlanalyse nannte er Gründe für das schlechte Abschneiden seiner Partei: Die SPD hatte nur 13 Kandidaten für den Stadtrat und keinen Bürgermeisterkandidaten. Dies habe zum Verlust des dritten Sitzes im Stadtrat geführt. Die CDU hat, so Hessel, nun im Stadtrat de facto die absolute Mehrheit. Doch die Parteipolitik spiele in dem Gremium keine sehr große Rolle, in erster Linie gehe es um Sachentscheidungen. Forum Aktiv hat, so Hartmut Hessel, sein Wahlziel, den fünften Sitz, ebenfalls nicht erreicht. Die Situation der BGM sei bedenklich, „ihre große Zeit in Münnerstadt ist vorbei“. Hessel hofft, dass die Geschäftsordnung des Stadtrates so geändert wird, dass die beiden SPD-Mitglieder (Britta Bildhauer und Peter Will) eine Fraktion bilden können. Bildhauer möchte Seniorenreferentin werden, alternativ Jugendreferentin. Gabriele Seifried ist bereit, Wermerichshausen das Amt der Ortssprecherin zu übernehmen.

Hessel bedauerte sehr, dass die Münnerstädter SPD im neuen Kreistag nicht mehr verteten ist. Bisher war sie dort mit drei Köpfen (Christine Müller, Gerd Müller, Hartmut Hessel) präsent.

Im Sommer will der Ortsverein sein 100jähriges Bestehen feiern. Der genaue Termin und Programmablauf steht allerdings noch nicht fest. Außerdem werden in nächster Zeit mehrere offene Mitgliedertreffen stattfinden, um die kommunalpolitische Arbeit fortzuführen. Daneben wird der Landtagswahlkampf die Mitglieder beaschäftigen.

Veröffentlicht am 30.04.2008

 

Presse Bald in einer Geisterstadt?

Münnerstadt „Leben wenige jüngere und sehr viel mehr ältere Menschen bald in einer Geisterstadt?“ - mit dieser provokativen Frage begann Hartmut Hessel die zweite Veranstaltung des SPD-Ortsvereins und der SPD-Fraktion im Stadtrat zum Thema „Münnerstadt 21“. Im Mittelpunkt des Abends stand der Demographiebericht der Bertelsmann-Stiftung mit seinen für Münnerstadt wenig positiven Aussagen. Wie der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Zweite Bürgermeister dazu erläuterte, sagt diese Studie bis zum Jahr 2020 einen Rückgang der Einwohnerzahl um 4,3 Prozent voraus, gleichzeitig steigt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung von 41,2 Jahren (2003) auf 48,2 Jahre (2020). „Die Kerne der Dörfer und der Innenstadt werden durch Wegzüge und Alter immer leerer, in Münnerstadt auch durch Verminderung der Wohnqualität“, so Hessel weiter. Er fürchtet „wenn die Jungen merken, dass die Alten überhand nehmen, gehen sie weg“. Die Einfamilienhäuser in den Bezirken rund um die Innenstadt würden von immer weniger Menschen bewohnt, „und irgendwann werden diese Häuser leer stehen und nicht mehr so schnell wieder bewohnt, dann gehen auch die Immobilienpreise runter“. Was ist dagegen zu tun? „Wohnraum der frei wird, muss so attraktiv sein, dass junge Leute und Familien kommen und bleiben, und der Preis muss stimmen“.

In der anschließenden Diskussion wurde einerseits versucht, Wege aufzuzeigen, wie diese Entwicklung gebremst werden kann, andererseits ging es auch darum, wie die Stadt so gestaltet werden kann, dass auch ältere Menschen hier gut leben können. „Man kommt als Gehbehinderter kaum zu den Bushaltrestellen und in die Busse“, stellte ein Diskussionsteilnehmer fest. Für Rollstuhlfahrer seien Einrichtungen wie Post, Sparkasse und Alte Aula sowie die Praxen aller Ärzte wegen hoher Treppen nicht ohne weiteres zugänglich. Wichtig sei für die Attraktivität der Stadt die Erhaltung der sportlichen wie auch kulturellen Einrichtungen, betonte Hartmut Hessel, „aber werden zum Beispiel das Sportzentrum und das Hallenbad von Alten noch angenommen und kann die Gemeinde das noch bezahlen?“ Die Antwort kam prompt vom Vorsitzenden des TSV, SPD-Stadtrat Peter Will: „Kein Mensch weiß, was 2020 ist. Immer mehr Leute haben Interesse an Gesundheitssport, der Bedarf wächst sogar. Das Defizit für das Sportzentrum ist vertretbar. Das Defizit für das Hallenbad ufert zur Zeit aus.“ Doch Will betonte auch „ich will, dass das Hallenbad bleibt“. Bezirksrätin Christine Müller ärgerte sich „man redet immer nur negativ vom Münnerstädter Hallenbad, dabei hat es eine wichtige Funktion auch für Ältere. In Münnerstadt ist es ruhiger , in Bad Königshofen und in Bad Neustadt ist immer nur ‚Fun’, und das wollen viele nicht“.

Ein Diskussionsteilnehmer betonte, zur Steigerung der Attraktivität von Münnerstadt müssten zur Schaffung neuer Arbeitsplätze auch neue Betriebe angesiedelt werden. Das könne die Abwanderung junge Leute verhindern. Der im Rahmen des Stadtumbau West einzustellende Stadtmanager solle sich nach Vorgaben des Bürgermeisters und des Stadtrates auch darum kümmern, antwortete Hartmut Hessel.

Die Bemerkung „Münnerstadt ist eine schöne Stadt, deshalb bin ich auch noch hier. Aber geboten wird fast nichts“ leitete über zu einer Diskussion über die Verkehrsanbindung. „Wer kein Auto hat, der hat große Probleme. Es fahren viel zu wenig Busse, und die Zugverbindungen sind auch nicht optimal“, so der Diskussionsteilnehmer. Auch die hohen Fahrpreise für Busfahrten wurden kritisiert. „Ein Problem, das wir seit Jahren haben“, so dazu Hartmut Hessel. Schließlich brachte Christine Müller noch die Musikschule in die Diskussion ein. Viele Mütter brächten ihre Kinder von außerhalb zum Musikunterricht. Während der Wartezeiten solle es Angebote für die Mütter geben. „Mit den Leuten reden, was sie sich vorstellen“ empfahl Peter Will. Hartmut Hessel regte an, das sich der neue Stadtmanager darum kümmert.

Veröffentlicht am 18.10.2007